1851-04-24 Erbteilung Anna Maria Briw, Anteil Margaretha Jost
- 1. Sept. 2025
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Originaltitel des Dokuments
Theilzedel zu Gunsten der tugendsamen Tochter Margretha Jost von Ernen 1851
Besonderes zur Schrift
Kurrentschrift, Autor: Franz Briw
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Transliteration des Textes
Theilzedel zu Gunsten der tugendsamen
Tochter Margretha Jost von Ernen 1851
(neue Seite)
Im Jahr 1851 den 24ten Aprill, ist ver
theilt worden das hinterlassene Ligende gut
der verstorbenen Anna Maria Briw, Ehegattin
Hildebrand Jost von Ernen wie folgt
4ter Theil
1. die Mata im Yschenfed sambt dem Acker
am Fusweg ist taxiert Pfund 307
2. Alda die Eggerta ob dem Stall 86
3. das klein Stücki 30
4. die Gemachrechtinen 25
5. die mata auf der halten 110
6. die Scheur zhoff 12
7. die stadelrechte zmitblaten 12
total 567
zalt dem zweiten Teil Pfund 7
disem Theil gehört von dem Haus auf dem
Biell 1tens das Stubli das withhaus[1] darunter
auch der Keller drunter gegen Morgen halbe,
Kuchy, wie auch der Schaft in der Kuchy, halbs
Secret [2] (lat.) die zwey Lauben ob dem Stubli, halbs
unter dach ob den Lauben das Zicherli ob dem
gady
Im Rechten Gaden ein kripfa und halbes Schaff-
(neue Seite)
Schafsgädy. Halbes Mättelti unterem haus der
teil gegen Morgen, das Mättelti hinter Glassers
Haus diser teil gehört der Margretha Jost
Obige Schazung bescheint Jos: Clausen, Schäzer
Franz Briw
Schasseer
[1] Withaus = Holzhaus, mit einer darauf gebauten Rumpelkammer W Ärnen (wohl zu mhd. wite, wit, Holz, Brennholz; vgl. Wittere, Holzschuppen. (Schw. Idiotikon). Hier am ehesten Holzschopf.
[2] Secret = Abtritt (Schw. Idiotikon)
Vereinfachter Text
Teilzettel zu Gunsten der tugendsamen Tochter Margaretha Jost von Ernen 1851
Im Jahr 1851, den 24. April wurde das hinterlassenen liegende Gut der verstorbenen Anna Maria Briw, Ehegattin von Hildebrand Jost von Ernen wie folgt verteilt.
4. Teil
1. die Wiese im Yschenfed mitsamt dem Acker am
am Fussweg wurde taxiert Pfund 307
2. gleichenorts die Eggerta oberhalb des Stalls 86
3. das kleine Stückli 30
4. die Gemachrechte 25
5. die Wiese auf der Halten 110
6. die Scheune zHof[1] 12
7. die Stadelrechte Z’Mitblatten 12
total 567 (eigentlich 582)
bezahlt dem 2. Teil 7 Pfund. Diesem Teil gehört vom Haus auf dem Biel
1. Das Stübchen, das Holzlagers, darunter der Keller gegen Osten, die Küche, wie auch der Schrank in der Küche, die Hälfte des Abritts, die 2 Lauben oberhalb des Stübchens, die Hälfte des Estrichs über den Lauben, das Zicherli[2] oberhalb des Gädi, im rechten Gaden eine Krippe und ein halbes Schafsgädy. Halbes Mättelte unter dem Haus, der Teil gegen Osten, das Mättelte hinter Glasers Haus. Dieser Teil gehört der Margareta Jost.
Obenstehende Schätzung bescheinigt Joseph Clausen, Schätzer
Franz Briw, Schätzer
[1] Z’Hof = die Gruppe Scheunen westlich unseres Grundstücks am unteren Hengert.
[2] Zicherli: nicht im Idiotikon, nicht im Walliser Wörterbuch




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