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1831-12-05 Testament des Joseph Ignatz, Sohn des verstorbenen Hildebrand Jost

  • 10. Sept. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Originaltitel des Dokuments

Testament des Jünglings Joseph Ignatz, Sohn des verstorbenen Hildebrand Jost von der Burgschaft (lat.)


Besonderes zur Schrift

Kurrentschrift, ausser Titel auf Latein, in lateinischer Schrift. Autor: Valentin Mutter, Pfarrer


Bild des Dokumentinhalts


Transliteration des Textes

 

Testamentum

Juvenis Jos. Jgnaty

fily pio Memoria

hildebrandi Jost.

De Burgesia

 

(neue Seite)

 

Im Namen der allerheiligsten Dreyfalltigkeit Amen

Im Jahr 1831 den 5ten Christmonath in der Behausung

des in Gott ruhenden Hildebrand Jost ist und hat vor mir

endunterzeichneten, und dem dazu berufenen und Gegenwär-

thigen Herrn alt bräsiden Valentin Jost, der bescheide-

ne Jüngling Joseph Ignaz Jost ein ehelicher Sohn obge-

sagten in Gott ruhenden Hildebrand Jost, dem Leibe nach

zwar Krank, aber bey seinem vollständigen Verstand sein

Testament gemacht – und ist folgendes

              Nemlich obgesagter Testierer schänket, und gabet seinen

ledigen Schwestern Margarita, Luzia Creszentia, und

Rosalia Jost sein vom Vater ererbtes gegabetes Hauss

vom Boden bis ins Dach samt allen desselben umschweichen

so wie es sich befindet, – mehr gabet und schänket selber

Testierer seinen eben gewelten vier ledigen Schwestern den

Hausgarten unter dem selben Hause so wie der selbe sich innert-

halb dessen Confinigen befindet –

              lezlich sezt Testierer in allem seinem eigenthum, wovon

oben keine meldung gemacht ist, als erben ein die nach Land-

recht erben sind, und will dass dies sein lezter Wille auf die best

möglichste weise, Kraft, und bestand habe: Zum Zeignis alles

obigen: Valentin Mutter

                                                 Pfarrer

              Valentin Jost als Zeug.


Vereinfachter Text

Testament des Jünglings Joseph Ignatz, Sohn des verstorbenen Hildebrand Jost von der Burgschaft.

 

lm Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit. Amen.

lm Jahr 1831, den 5. Dezember in der Behausung des in Gott ruhenden Hildebrand Jost[1] ist vor mir Unterzeichnetem und gegenwärtigen Alt-Präsident Valentin Jost[2] der bescheidene Jüngling Joseph lgnaz Jost[3] erschienen. Er ist ein ehelicher Sohn des erwähnten Hildebrand Jost, dem Leibe nach zwar krank aber bei vollständigen Verstand, und hat sein Testament wie folgt gemacht:

Der genannte Testator schenkt und gibt seinen ledigen Schwestern Margaretha[4], Luzia[5], Cresentia[6] und Rosalia[7] Jost sein vom Vater ererbtes oder vergabtes Haus vom Boden bis zum Dach samt allem was dazugehört in dessen aktuellem Zustand.

Weiter vererbt derselbe Testierer seinen oben genannten vier Schwestern den Hausgarten unter dem Haus, so wie er sich innerhalb dessen Begrenzungen befindet.

Letztlich setzt der Testierer in allem seinem Eigentum, wovon oben keine Erwähnung gemacht wurde, als Erben ein, die nach Landrecht Erben sind und will, dass dieser sein letzter Wille auf die bestmögliche Weise Kraft und Bestand habe.

Zum Zeugnis alles Obigen: Valentin Mutter, Pfarrer, Valentin Jost als Zeuge.

 

 

Anm. AT: Joseph Ignatz Jost ist am Tag nach dem Diktat des Testaments mit 19 Jahren verstorben. Der Stamm von Hildebrand Jost endete also mit ihm.


[1] Hildebrand Jost (1770-1831), in 2. Ehe verheiratet mit Anna Maria Briw (1772-1851), Tochter des Johann Briw und der Anna Maria Clausen.

[2] Valentin Jost (geb. 1790), Sohn des Johann Joseph Jost und seiner 2. Frau Anna Maria Daforna

[3] Joseph Ignaz Jost (1812-6.12.31) Sohn des Hildebrand Jost und seiner 2. Frau Anna Maria Briw (1772-1851)

[4] Margaretha (1807-1864) blieb ledig

[5] Luzia (geb. 1806) heiratete 1835 Anton Clausen (1806-1870)

[6] Cresentia (1809-1883) heriatete 1842 Cyprian Clausen (1809-1891)

[7] Rosalia (geb. 1817) nichts Weiteres bekannt.

 
 
 

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