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1766-07-25 Verteilung von Scheune und Stadel zwischen den Verwandten des verst. Johann Wellig

  • 16. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Originaltitel des Dokuments

Vertheillung einer scheür und stadels
gelegen im fiescherthall zur flüe
geschechen zwischen hierin geschriebenen theil-
len im jahr 1766

Besonderes zur Schrift

Kurrentschrift.


Bild des Dokumentinhalts

Transliteration des Textes

Titelseite

Vertheillung einer scheür und stadels

gelegen im fiescherthall zur flüe

geschechen zwischen hierin geschriebenen theil-

len im jahr 1766


Seite 2

Im Jahr eintausent sibenhundert sechzig und sex, den

finff und zwantzigisten tag heüwmonat zuo fiesch im hauss

der Erben des seeligen Mathei Perren (lat.) Wirths , seind al-

da in beyseyn meiner offnen schribers, und Nachgemelten Zeü-

gen persönlich erschinen der ehrende Peter Volken im

Sand der thallschaft Viesch, Christen Wellig vom Birchi

für sich, und sein bruder Marti Wellig, Barbara Wel-

lig deren Schwöster ein Hinderlassne Valentini Kuochen

Josephus Kuochen ihr Sohn, Maria Catharina (lat.) ein Tochter

des in Gott ruehenden Joais Wellig (lat.) fir sich und ihre schwö-

ster Magdalena Wellig (lat.), Wie auch Anna Maria Bircher

ein hinderlassene Maurity Wellig handlende die selbe im

nahmen ihrer kinderen mit jetzt gemelten ihrem

Eheman gezügen, begleittet die selbe durch obgemelten

Christen Wellig ihren Schwaager, welche allesament-

lich zuo Vermeidung zuokünfstiger streittigkeit eine Ver-

theillung gemacht in anschaulo einer schür, stadel, und stall

darunder ausserbauwten in der thalschaft viesch zur flüe

Neben dem hauss Joannis Volken; es soll nemblich ob-

gemelter Peter Volken brauchen und besitzen halben

stadel beym Gibel sambt Eingang aufgang, in der schür

aber ebenfals beim Gibel den Vierthell in die breit-

te von einer Eben Wandt zuo der andren; und drazuo zuo

disem theill von den übrigen drey vierthlen den siben-

den theil, Welcher auch zuo dem gesagten Vierthel durch

ein underschlacht[1] sol zuotheilt werden, und also von den

Übrigen abgesönderet – ferners soll obiger Peter Volken


[1] Unnerschlacht, N. f; Trennwand, Zwischenscheidewand in einem Stall


Seite 3

Nach rath, und fürt der schür Eben so vüll stall rechti und S: V:

misthoff besitzen. Der Christen Wellig im Birchi den

andren halben stadel, wie auch den sibenden theill in den

gesagten drey Vierthlen scheür und nach Marchzahl sein recht

samt im stall und Misthoff; sein bruder Marti Wellig

ebenfals den sibenden theill in den drey Vierthlen scheür

und so vill im Gaden und Misthoff. Barbara Wellig sein

schwöster in der schür, stall und misthoff gleichförmig; Maria

Catharina und Magdalena Wellig Tochteren einstens Joannis

Wellig beyde zuosamen auch den sibenden theil in gemel

ten drey vierthlen scheür, stall, und Misthoff, Joseph ein sohn

Valentini Kuochen ebenfals so vüll, und die Kinder des se-

ligen Maurity Wellig samentlich gleichengstalt den siben-

den theill obber ierten drey 4tlen scheür, stall und

Misthoff. Zuo wissen aber das dem stadel kein stall-

rechti seye zuogeeignet worden. also geschechen in beyseyn

deren darzuo beruoffnen, und ersuechten Zeugen den Ehren-

den Manneren Christen ein Sohn weylandt Zenren Ratz Schennen

Bircher, und Johan Burcken beyden von fiesch, auch meiner

Joais Josephi Jost

Notary pubei


Vereinfachter Text

Verteilung von Scheune und Stadel im Fieschertal zur Flüe zwischen den Verwandten des verst. Johann Wellig.

1766, 25. Juli

Zu Fiesch im Haus der Erben des verst. Matthäus Perren, Wirt.

Die Erben

Peter Volken im Sand im Fieschertal,

Christen Wellig vom Birchi für sich und seinen Bruder,

Martin Wellig,

Barbara Wellig, deren Schwester, Witwe des Valentin Kuochen,

Joseph Kuochen, ihr Sohn,

Maria Katharina, Tochter des verst. Johann Wellig für sich und ihre Schwester

Magdalena Wellig, wie auch

Anna Maria Bircher, Witwe des Moritz Wellig, für sich und ihre Kinder, begleitet von

ihrem oben genannten Schwager Christen Wellig.

Sie verteilen unter sich Scheune, Stadel und Stall in der Thalschaft Fiesch zur Flüe neben dem Haus Joannis Volcken.

Peter Volken erhält halben Stadel und in der Scheune einen Viertel in der Breite von einer Ebenwand zu der anderen und den siebenten Teil von den übrigen drei Vierteln.

Christen Wellig im Birch erhält den anderen halben Stadel und den siebenten Teil von den drei Vierteln in der Scheune und die entsprechenden Rechte an Stall und Misthof.

Martin Wellig erhält den siebenten Teil von den drei Vierteln in der Scheune und die entsprechenden Rechte an Stall und Misthof.

Barbara Wellig ebensoviel.

Maria Katharina und Magdalene Wellig erhalten zusammen den siebenten Teil von den drei Vierteln in der Scheune und die entsprechenden Rechte an Stall und Misthof.

Joseph Kuochen, des Valentin, ebensoviel.

Die Kinder des verst. Martin Wellig ebensoviel.

 

Zeugen:          Christen, Sohn des verst. Herrn Ratsherrn Bircher, Johann Burcken, beide von Fiesch.

Notar: Johann Joseph Jost

 





 
 
 

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